Im 9. Türchen möchten wir Ihnen gerne näher bringen, welche Sachen für Ihren vierbeinigen Freund in der Weihnachtszeit giftig sein können.

 

MacadamiaMacadamia Nüsse

Für den Hund sind auch die essbaren Sorten giftig. Die nicht essbaren Sorten enthalten cyanogene Glykoside, die durch langes Auslaugen entfernt werden können.
Der Giftstoff ist noch nicht bekannt, werden Macadamia Nüsse aber vom Hund aufgenommen können Schwäche, Erbrechen, Fieber, Gangstörungen und Lahmheit auftreten.

 

Schokolade / Kakaokakao-entoelt

Schon in kleinen Mengen führt Schokolade bzw. Kakao zu Vergiftungserscheinungen. Das giftige Theobromin ist auch in schwarzem Tee und Kaffee enthalten. Der Gehalt an Theobromin in Schokolade ist unterschiedlich. Generell gilt, je dunkler die Schokolade (mehr Kakaoanteil) umso höher der Theobromin-Anteil.
Die lebensbedrohliche Dosis für Hunde beträgt je 90 bis 300 mg/kg. 100 g Vollmilchschokoladen enthalten ca. 250 mg, 100 g Zartbitterschokoladen enthalten schon ca. 1600 mg. Wird Schokolade vom Hund aufgenommen können Erebrechen, Durchfall, Pulsbeschleunigung, Hyperaktivität, Fieber, Zittern, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden, Bewusstseinsstörungen und Lähmungen auftreten.

 

walnussWalnüsse

Zur Weihnachtszeit müssen Sie besonders aufpassen, dass der Hund nicht an Walnüsse, vor allem noch welche in der Schale, kommt. Die Fruchtschale der Bäume ist oft von einem toxinbildenen Pilz befallen. Der im Pilz enthaltene Wirkstoff Roquefortin C kann bei der Aufnahme vom Hund durch seine stark neurotoxische Wirkung (Nervengift) zum Tod führen. Bei der Aufnahme von Walnüssen oder der Walnussschale kann es zu Erbrechen, Zittern, Krämpfen, Versteifung der Gliedmaßen und epileptischen Anfällen kommen.

 

RosinenRosinen

Bei der Aufnahme von Rosinen vom Hund kommt es zu einer dramatischen Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut und dadurch zu dramatisch erhöhten Nierenwerten. Nimmt der Hund Rosinen auf kann es zu Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfen, Appetitlosigkeit, Lethargie, verringerter Urinabsatz und Nierenversagen kommen.

 

WeihnachtssternWeihnachtsstern:

Zur Weihnachtszeit sollte der Standort eines Weihnachtssterns in der Wohnung auch gut überlegt sein, denn der Saft dieses Wolfsmilchgewächses verursacht Entzündungen der Maulschleimhaut, Erbrechen und Durchfall. Weiterhin Muskelzittern, schwankenden Gang, Kreislaufversagen und Lungenödeme. Auf der äußeren Haut kann der Milchsaft Reizungen mit Bläschenbildung und allergische Reaktionen auslösen. Gelangt Saft ins Auge, so entstehen starke Entzündungen. Deshalb, stellen Sie ihren Weihnachtsstern bitte außer Reichweite ihres vierbeinigen Lieblings auf.

 

Sollte Ihr vierbeiniger Freund doch etwas giftiges aufgenommen haben:

Nur innerhalb 30 Minuten bis maximal 120 Minuten (je nach Gift und Kondition) kann die Giftaufnahme im Körper mit Hilfe von Brechmitteln, Magenspülungen oder Abführmitteln verringert werden. Man sollte seinen Hund also so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen.

Auch wenn Sie erst nach Ablauf dieser 120 Minuten die Vergiftung bemerken, den Hund bitte schnellstmöglich einem Tierarzt oder besser gleich in einer Tierklinik vorstellen.